Mittwoch, 18. April 2012

WILLST DU DIE BILD IN DEINEM BRIEFKASTEN?

Hochverehrtes Publikum, liebe Leserinnen & Leser!

Die "Axel Springer AG" will im Juno eine riesige Werbekampagne starten... Dagegen regt sich Widerstand. Warum?

Weil der höchst einflussreiche Medienkonzern höchst unseriösen und extrem problematischen "Journalismus" betreibt und durch seine tendenziösen Berichte und Kampagnen noch selten etwas Gutes bewirkt, sondern schon oft die Dinge verfälscht und sogar schon Menschen in großes Leid gestürzt hat. Mehr dazu z.B. hier auf wikipedia


 
Wir wollen die (Verzeihung!) bekloppte "Bild-Zeitung, die ebenso (Verzeihung!) bekloppte "Welt", das "Hamburger Abendblatt" und all die Springer "Klon-Zeitungen" noch nicht einmal gratis.

Deswegen leiten wir Euch mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Partizipation folgendes weiter:





Betreff: Willst Du die BILD in Deinem Briefkasten? 

Hallo,

zum 60. Geburtstag der BILD-Zeitung plant der
Springer-Konzern eine gigantische Werbemassnahme:
An jeden Haushalt in Deutschland soll ein kostenloses
Exemplar verteilt werden. Doch wer austeilt, muss auch
einstecken koennen: Eine Aktion zur massenhaften
Verweigerung der Zustellung will eine Debatte über die
journalistisch hoechst fragwuerdige BILD-Berichterstattung
anstossen.

Ich habe gerade dem Springer-Verlag untersagt, mir die

Jubilaeums-BILD zuzustellen. Das geht ganz einfach und
schnell über ein Online-Formular. Erteile auch Du der
BILD eine Absage:

http://bit.ly/campact_bild


Viele Gruesse

Montag, 20. Februar 2012

GAUCK, DIE NÄCHSTE KATASTROPHE DER BUNDESDEUTSCHEN REALSATIRE

Herr Gauck soll also nach dem Willen der neuen deutschen Einheitspartei CDUSPDFDPGRÜNE unser neuer deutscher Bundespräsident werden?

Hier eine Liste mit ein paar Gründen, warum das keine gute Idee ist:

1. Gauck findet Sarrazin mutig  - sucht also Nähe zu rassistischen Populisten!
Quelle 1: http://www.rp-online.de/politik/deutschland/joachim-gauck-lobt-thilo-sarrazin-1.2290996
Quelle 2: http://www.tagesspiegel.de/politik/politik-und-gesellschaft-gauck-attestiert-sarrazin-mut/3685052.html

2.Gauck ist ultrakonservativ und findet Kapitalismuskritik unsäglich albern - ist also blind und taub!
Quelle 3: http://www.tagesspiegel.de/meinung/kontrapunkt-wer-anderen-eine-grube-graebt-faellt-selbst-hinein-da-muessen-die-oppositionspolitiker-jetzt-durch-/6230092-2.html
Quelle 4: http://www.stern.de/politik/deutschland/occupy-demonstrationen-gauck-haelt-proteste-fuer-unsaeglich-albern-1739411.html

3. Gauck ist notorisch macht-opportunistisch - ist also nicht unabhängig und antidemokratisch!
Quelle 5: http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/62456/dr-hc-joachim-gauck-ein-saubermann-mit-dreck-am-stecken/#comment

4. Gauck geht auf Kuschelkurs zu Deutschlands schmieriger Geldprominenz - Bäh!
Hier ein Foto mit dem Finanzhai Maschmeyer, mit dem auch Wulff ganz eng war...


Quelle: http://b-event.com/images/previews/IMG_20101118_0866.JPG


5. Gauck befürwortet die Vorratsdatenspeicherung respektive den Spitzel-Überwachungsstaat - Doppelbäh!
Quelle 6: http://derstandard.at/1291454160226/Diskussion-im-Burgtheater-Der-Staat-darf-nicht-zum-Spitzel-werden

Ein schönes Bild dazu:





Soviel mal als erste Reaktion auf die Tagespresse heute am Kiosk. Enttäuschung und Wut ablassen. So einen brauchen wir nun wirklich nicht. WIR BRÄUCHTEN EINEN WIE GEORG SCHRAMM!

Mehr zum Gauckler verrät uns übrigens Volker Pispers hier:



Quelle 7: http://www.youtube.com/watch?v=ZLBfKhvq-Ng&feature=share


Und ausführlichen Lesestoff mit interessanten medienstrategischen Details & weiteren Hinweisen gibt es hier: http://www.nachdenkseiten.de/?p=11012

Unter anderem: "Schon vor einem Jahr [zum Zeitpunkt des Erscheinens] bei der Nominierung als Präsidentschaftskandidat hätte auffallen müssen, dass Gauck ein mediales Kunstprodukt ist. Er war der SPD und den Grünen vom Chefredakteur des Springerblattes „Welt“ angedient worden."

Grrrrrrrrr!

- - -
Für wildwelle gesammelt von anonymo aka Paul Faust


update

Hier findet man das Ganze auf die ennomanische Art:
http://www.ennomane.de/2012/02/20/kein-prasident-fur-piraten/




Freitag, 10. Februar 2012

BERECHTIGTE "ACTA-PANIK"!

Viel kursiert derzeit über ACTA - Aber was ist das und was ist zu tun?

Kommt die Aufregung sogar wieder einmal zu spät? Kann man an ACTA überhaupt noch etwas ändern? Was sind die Konsequenzen? Regen wir uns zu Unrecht auf?

Nein. Denn schon seit Jahren gibt es kritische Berichte zu den Verhandlungen. Jetzt erst ist eine Massenaufmerksamkeit da. Ein guter Zeitpunkt, um erneut zu reflektieren:



ABER WIE KAM ES DAZU?

Ausführlicher (etwas älterer März 2010) Artikel zu den geheimen Verhandlungen zu ACTA:

"Über das Handelsabkommen gegen Produktpiraterie - auch bekannt als Anti-Counterfeiting Trade Agreement (Acta) - wird nun schon seit mehr als drei Jahren verhandelt, und zwar außerhalb jeglicher internationaler Organisation.(1) Obwohl es Fragen der freien Meinungsäußerung, der Gesundheit, der Internetüberwachung und der Organisation des Welthandels berührt, kann sich niemand Einblick in den Text verschaffen."
(Quelle: http://www.monde-diplomatique.de/pm/2010/03/12.mondeText1.artikel,a0046.idx,10 )

Das ist jetzt anders: Der Text ist von vielen Staaten unterzeichnet und hier über die Homepage der Europäischen Kommission (http://ec.europa.eu/index_en.htm) als pdf abrufbar:
http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2011/may/tradoc_147937.pdf




ABER WAS BEDEUTET DAS ALLES?

Sehr gut fasst die gu recherchierte Seite www.digitalegesellschaft.de die Thematik zusammen:
http://digitalegesellschaft.de/2011/11/mitmachen-stoppt-acta/

Dort heißt es unter anderem:

" Um was geht es?
Am 1. Oktober 2011 haben einige Verhandlungspartner das sogenannte Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) unterzeichnet. Dieses plurilaterale Abkomment soll einen neuen “goldenen Standard” für den weltweiten Kampf gegen Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen im Netz schaffen. Der Text wurde von insgesamt 39 Ländern geheim verhandelt. Nationale Parlamente, internationale Organisationen und die Zivilgesellschaft wurden vollkommen von den Verhandlungen ausgeschlossen. Die einzelnen Bestimmungen des Texts sind so vage gehalten, dass sie Grundrechte einschränken und zu einer privatisierten Zensur im Internet führen werden. Das Abkommen schafft zudem neue strafrechtliche Sanktionen, die nicht nur erhebliche Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit, den Zugang zu Kultur und Datenschutz haben werden, sondern auch dem internationalen Handel schaden und Innovation lähmen werden.


[...]

Wer ist wer im EU-Parlament?
Der Ausschuss für den Internationalen Handel (INTA) des Europäischen Parlaments ist hauptverantwortlich für dieses Dossier. Der französische Abgeordnete Kader Arif (S&D) ist gerade dabei, einen Bericht für den INTA-Ausschuss zu schreiben. Hierfür muss er die Stellungnahmen anderer Ausschüsse berücksichtigen. Stellungnahmen kommen vom Rechts- (JURI), Bürgerrechts- (LIBE), Industrie- (ITRE) und dem Entwicklungsausschuss (DEVE).
Im INTA-Ausschuss wurde das ACTA-Abkommen hinter verschlossenen Türen im November erstmals besprochen. Ihr könnt bereits jedes Ausschussmitglied des INTA kontaktieren und darauf hinweisen, dass das EU-Parlament vier Mal für mehr Transparenz gestimmt hat. Geheimhaltung seitens des  EU-Parlaments ist schlicht und einfach nicht mit dem Prinzip der “größtmöglichen Transparenz” vereinbar (Art. 103 Geschäftsordnung des  EU-Parlaments). Alle zuständigen Personen in den anderen Ausschüssen (siehe folgende Liste), könnt Ihr ebenfalls kontaktieren und die Gefahren des ACTA-Abkommens erklären.
[...]
Was kann ich tun?

1. Aufmerksamkeit schaffen!
Ihr könnt mithelfen, so viel Aufmerksamkeit wie möglich über alle sozialen Netzwerke zu schaffen (Twitter, Diaspora, Facebook, Google+ etc.) oder über ACTA bloggen.

2. Kontaktiert Eure Europaabgeordneten
Anrufen
Ihr könnt die Europaabgeordneten direkt kontaktieren… in den meisten Fällen sind sie wirklich sehr offen und empfänglich für unsere Anliegen. Wie gesagt, kann es manchmal auch sehr produktiv sein, mit den Assistenten der Abgeordneten zu sprechen.

[...]

Unterstützt alle aktiven Organisationen
Es gibt bereits viele lokale und europäische Vereine und Organisationen, wie EDRi, La Quadrature du Net, Bits Of Freedom, Ärzte ohne Grenzen und viele andere, die im Kampf gegen ACTA aktiv sind.
Solltet Ihr keine Zeit haben, dann hilft eine kleine Spende schon weiter!

Argumente & Hintergrundinfos

Handel und Innovation
Das Handelsabkommen ist mittlerweile zum Anti-Handelsabkommen verkommen.
Der eigentliche Idee hinter dem Abkommen war die Schaffung eines neuen international geltenden Rechtsrahmens, dem sich Länder wie Indien oder China freiwillig anschließen können. Im Gegenteil: Die geheimen Verhandlungen haben nun dazu geführt, dass China, Indien und Brasilien das Abkommen während eines WTO-Meetings im Oktober 2010 scharf kritisierten und sich distanziert haben.
Während das Abkommen für die EU rechtsverbindlich ist, ist es für die Vereinigten Staaten unverbindlich – der größte Konkurrent der EU bleibt also flexibel. Dies schafft Rechtsunsicherheit und die USA müssen sich nichtmals an alle Regelungen des Abkommens halten, sobald sie einen Wettbewerbsvorteil benötigen.
Das ACTA-Abkommen wird unfaire Handelsschranken für den internationalen Handel schaffen. Wie China bereits bewiesen hat, können informelle und nicht gesetzeskonforme Vereinbarungen mit Internet-Providern leicht als nicht-tarifäre Handelsbeschränkungen verwendet werden.
Das ACTA-Abkommen kann wettbewerbswidriges Verhalten fördern. Da Internetanbietern rechtliche Verantwortlichkeiten auferlegt werden, werden kleine Internet-Firmen nicht die Kapazitäten aufbringen können, um die rechtlichen Anforderungen erfüllen können, was größeren Firmen einen signifikanten Vorteil verschafft.

Meinungsfreiheit und Datenschutz
Die Interessen der Rechteinhaber werden Meinungsfreiheit, Datenschutz und anderen Grundrechten übergeordnet.
ACTA drängt Internet-Provider zur Überwachung ihrer Netzwerke und zur Offenlegung persönlicher Daten der angeblichen Rechteverletzer. Anwälte und vermeintliche Urheberrechts-Inhaber in Europa, nutzen bereits Zwangstaktiken, um unschuldige Nutzer durch die Erhebung großer Summen für “Abfindungszahlungen” zu instrumentalisieren und so Gerichtsverhandlungen zu verhindern. Das ist eine Politik, die die EU versuchen sollte zu verbieten – und nicht zu exportieren!
ACTA legt die Regulierung der Meinungsfreiheit in die Hände privater Unternehmen, da das Abkommen Dritte, wie zum Beispiel Internet-Provider, dazu verpflichtet Online-Inhalte zu überwachen, deren Rolle es nicht ist, über die Meinungsfreiheit der EU-Bürger zu bestimmen.
Die endgültige Fassung des Abkommens, dessen Bedeutung nicht vor der Ratifizierung klargestellt wurde, ist vage und könnte so ausgelegt werden, dass zahlreiche Bürger für geringfügige Vergehen kriminalisiert werden.

Hintergrundinformationen

Weitere Informationen und Argumente gibt es in unserer Broschüre zum ACTA (pdf)
Spiegel: Die wichtigsten Fragen zum Copyright-Pakt
Netzpolitik: Alles zum ACTA
Fünf kurze Hintergrundpapiere mit den wichtigsten Punkten von EDRi (EN)
Reporters Without Borders: Analysis on ACTA and the Access to Medicines (EN)
Studie des EU-Parlaments (EN)
FFII: Analysis on ACTA (EN)
La Quadrature du Net: Comprehensive Dossier on ACTA (EN)

Dienstag, 31. Januar 2012

STRÖME VON BLUT UND VON GELD - DEUTSCHE INDUSTRIE SCHAFFT SCHLAGKRÄFTIGE ALLIANZ

STRÖME VON BLUT

Wir sind ja große Fans der Untersuchung der ekelhaften deutschen Kolonialgeschichte. Ist wahrscheinlich normal - was einem in der frühen Jugend verschwiegen wird, will man umso genauer kennenlernen.



Falls es Euch auch so geht - Mehr dazu z.B. hier bei Wikipedia oder etwas anders gelagert hier in der Süddeutschen Zeitung unter dem Titel "Vergessene Schuld".

Vergessene Schuld? Vielleicht auch einfach verdrängte Schuld. Denn deutsche Kolonialbestrebungen um 1900 machen deutlich, wie tief eine menschenverachtende, rassistische Doktrin im Vorfeld der Machergreifung durch Hitlers NSDAP herrschte. Ein Teil der Spuren, eine namibische Schädelsammlung, wurde jetzt zurück gegeben:  

"Schädel von Menschen, die zwischen 1904 und 1908 starben, als die deutsche Schutztruppe in Deutsch-Südwestafrika herrschte. Damals starben mehr als 80.000 Menschen, vier Fünftel der Bevölkerung, Männer wurden erschossen, Frauen und Kinder in die Wüste getrieben und von Wasserstellen ferngehalten, bis sie verdursteten. "Gewalt mit krassem Terrorismus und selbst mit Grausamkeit auszuüben, war und ist meine Politik", schrieb der preußische Kommandeur Lothar von Trotha, der sich gerne "der große General der deutschen Soldaten" nannte: "Ich vernichte die aufständischen Stämme in Strömen von Blut und Strömen von Geld. Nur auf dieser Aussaat kann etwas Neues entstehen."
Entstanden sind nicht nur die ersten deutschen Konzentrationslager, sondern auch einige Schädelsammlungen. Frauen der Ermordeten mussten, so steht es im Untertitel eines Archivfotos, die Schädel mit Glasscherben "vom Fleisch befreien und versandfertig" machen, damit in Deutschland Rassenideologen wie Eugen Fischer das "Bastardvölkchen" erforschen konnten." (Quelle: SZ)


STRÖME VON GELD

Die deutsche Industrie könnte ja Teile der zu erwartenden Gewinne einer neuen "Allianz zur Rohstoffsicherung" in die Finanzierung einer ausführlichen Aufarbeitung der damaligen deutschen Initiativen stecken. Es ist einiges in Bewegung. Die Unternehmen wollen nicht mehr so abhängig von China sein und schauen sich auf dem Weltmarkt nach neuen Quellen um. Zumal China selbst sich als Rohstoffkolonialmacht positioniert, wie einst die Europäer.

Der Deutschlandfunk berichtet hier: "Der Kupferproduzent Aurubis, die Chemiekonzerne Bayer, BASF und Evonik, Bosch, Daimler, BMW und Thyssen-Krupp - das sind die acht größten von insgesamt zwölf Gründungsmitglieder der neuen Allianz zur Rohstoffsicherung. (...) Aufgeschreckt haben die deutschen Firmen (...) auch die zahlreichen Liefer- und Kooperationsverträge, mit denen sich Länder wie China den Zugriff auf Rohstoffe in Afrika, Südamerika oder Australien schon gesichert haben."

Aber keine Sorge: "Dabei soll es einen Unterschied zu früheren imperialen Auftritten von Industrieländern in den Lieferländern durchaus geben. Deutschland setzt bei der Rohstoffsicherung auf Kooperationsabkommen: Im Gegenzug für die Rohstoffe zu Weltmarktpreisen lockt Deutschland auch mit Hilfen auf anderen Gebieten, etwa bei der Berufsausbildung von Jugendlichen."

Wie praktisch, dass die Exportländer selbst keine funktionierenden Schulen haben.  


Die Wirtschaft(spresse) berichtet neutral bis vorsichtig angetan von den Plänen. So die Wirtschaftswoche hier und das Handelsblatt hier (Zitat '„Wir arbeiten gemeinsam an dem Aufbau eines schlagkräftigen Unternehmens, das die Rohstoffsicherheit Deutschlands nachhaltig verbessern soll“, sagte BDI-Vizepräsident Ulrich Grillo.' - Na super. Schlagkräftig.)

Ach, und erstmal geht es ja gar nicht um Afrika. Auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie heißt es: 'Bundesminister Rösler: "Die Rohstoffpartnerschaften sollen zum besseren Zugang zu Rohstoffen für deutsche Unternehmen beitragen. Ein Abkommen mit der Mongolei wurde bereits im Oktober letzten Jahres unterschrieben, ein weiteres Abkommen werde ich in Kürze mit Kasachstan unterzeichnen."'

Na dann.






Samstag, 28. Januar 2012

DAS PROTEST-VIDEO - EINFLUSSNAHME AUF ORF



Im österreichischen Rundfunk nimmt die machtpolitischen Einflussnahme drastisch zu. Dagegen haben einige Jornalistinnen und Journalisten dieses Video produziert.

Im Namen der Pressfreiheit zeigen wir uns solidarisch mit ihnen.

Und wer wissen will, wo der Journalismus so richtig in Gefahr ist, dem sei diese Seite empfohlen:
http://www.reporter-ohne-grenzen.de/



Sonntag, 22. Januar 2012

IM ZWEIFEL FÜR DIE MEGAFREIHEIT? URHEBERSCHUTZ UND INTERNETKULTUR

Ach, immer dieses perfekte Timing! Absolut zufällig gehen gerade die kriminellen Chefs der MEGAUPLOAD-Seiten ins Netz, wenn die Debatte um Internetkontrolle an einem kritischen Punkt ist. Nun ja. Was jetzt zu befürchten ist, findet Ihr in diesem Artikel auf golem.de gut beschrieben.

Dort findet sich auch ein nettes Piratenzitat:
- "Rechtlich gesehen bieten Filehoster etwa die gleiche Dienstleistung wie ein Lagerhallenbetreiber an - es wäre absurd, diesen für das Verhalten seiner Kundschaft verantwortlich zu machen", sagt Andreas Popp, Urheberrechtsexperte der Piratenpartei. Er fragt: "Wird demnächst auch der Vorstand von Google verhaftet, weil auch auf Youtube Nutzer urheberrechtlich geschützte Medien hochladen? Die US-Behörden wollen uns hier offenbar einen Vorgeschmack auf die neuen Zensur-Gesetze Sopa und Pipa geben."-

Wie dem auch sei - Es regt sich etwas im Kampf gegen Zensur im Internet.



Der Protest der WIKIPEDIA-Verantwortlichen gegen das geplante SOPA-Gesetzpaket hat schon viele EntscheidungsträgerInnen in den USA wachgerüttelt. Der Konflikt geht derweil weiter. Die traditionelle Unterhaltungsindustrie kämpft um ihren Teil vom Kuchen. Es kann noch eine ganze Weile dauern, bis die Ihre Verluste akzeptiert. (Mehr dazu hier & hier.)

Johannes Kuhn schreibt dort auf der Seite der Süddeutschen Zeitung über alternative gesetzliche Vorschläge, die zwar Schwerkriminelle treffen, aber das Netz trotzdem offen halten würden:

"Nur: Wird ein Gesetz dieser Art den veränderten Nutzungsbedingungen digitaler Inhalte gerecht? Was, wenn wie zu erwarten auch OPEN den Einnahmeverlust der Unterhaltungsindustrie nicht wirksam stoppen kann? Immerhin kann ein solches Gesetz alleine weder alte Geschäftsmodelle ins digitale Zeitalter retten, noch den Austausch von Dateien über das Netz verhindern. Stünden wir nach OPEN also bald wieder vor dem nächsten Vorschlag, der in die Richtung von SOPA und PIPA geht?
Es gibt keine einfachen Lösungen - und keine SOPA-Alternativen ohne Nebenwirkungen."

Mehr zum Projekt OPEN http://www.keepthewebopen.com/about


Die Frage für uns alle muss also heißen, wie wir Erwerbsmodelle für UrheberInnen, Künstler, Muikerinnen, Fotografen und Journalistinnen schaffen und verbessern können - jenseits der ausgetretenen oder nicht mehr gangbaren Pfade? Das Medienmodell des Internets fordert uns.
  
Und, bevor wir es vergessen - siehe da, eine interessante Entdeckung am Rande der Debatte:

Es gibt auch noch FDP-Politiker mit etwas Sachverstand und Rückrad. Ist doch nicht schlecht. Die galten ja auch mal als Partei der Bürgerrechte. Sebastian Blumenthal sieht Freiheitsrecht über Eigentumsrecht. "Der Einsatz von DNS-Filtern nehme aber zu viel Freiheit und gebe zu wenig Rechtssicherheit." Ach.

Das ganze Interview findet Ihr hier:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1657864/

Montag, 9. Januar 2012

ZUKUNFT?

Was beschäftigt die Jugend? Und wie erfährt man das? Und vor allem - was macht man daraus?



Am Sonntag, 15. Januar (14-17h) treffen Heidelberger Jugendliche auf den Oberbürgermeister Würzner, andere Bürgermeister und Vertreterinnen einiger kultureller Initiativen. Wir von WILDWELLE werden dabei sein, um die Jugendlichem medial zu unterstützen und sind gespannt auf Themen und Ideen...

Wer Interesse hat uns im Medien Team zu unterstützen, sollte uns eine E-Mail schreiben und dann direkt zu unserer Vorbesprechung dazustoßen.

Wir wollen Ihnen/ Euch den Mittwoch, 11.01.2012, als Vorbereitungstreffen vorschlagen. Die angesetzte Uhrzeit ist 11Uhr im wildwelle-Studio auf dem SRH-Campus.

Als wildwelle Heidelberg werden wir das Team unterstützen, anleiten und mit anpacken, Sie/ Euch in die Technik einführen und vertraut machen sowie Sie/ Euch in die Grundlagen des Videojournalismus einführen.

Wir bitten Sie/Euch uns bis zum Dienstag eine erste Rückmeldung zu geben - Vielen DANK!

Beste Grüße
akm - ONLINE REDAKTION WILDWELLE

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update:
Das Jugendcafé liegt hinter uns. Wir haben eine kurze Videoversion geschnitten. Eine längere Version wird demnächst auf unserem Kanal ins Netz gehen.
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Zusätzliche Quellen:

Aus der Pressemitteilung:


"Herr Oberbürgermeister Dr. Würzner hat alle Heidelberginnen und Heidelberger
im Alter zwischen 16 und 18 Jahren mit einem persönlichen Brief zum Jugendcafé
eingeladen.

Während des Jugendcafés, angelehnt an die Workshop-Methode “World-Café“,
werden die Jugendlichen unterschiedliche Thementische durchlaufen. Während
dessen begegnen Sie vielen Heidelberger Persönlichkeiten aus den Bereichen Kultur,
Sport und Freizeit, die je einen Thementisch als sogenannter “table host“ betreuen.
Dies ermöglicht einen ungezwungenen Austausch.

[...]

Das Jugendcafé wird in zwei Themenblöcke á 3 Runden eingeteilt werden.

Thema 1: Bist Du Generation Social Media? (3 Runden á 15 Min.)
Runde 1: Welche Chancen bieten uns soziale Medien?
Runde 2: Welche Risiken sind mit sozialen Medien verbunden?
Runde 3: In welche Zukunft führen soziale Medien?

Thema 2: Was beschäftigt Heidelberger Jugendliche? (3 Runden á 15 Min.)
Runde 1: Bildung und Ausbildung
Runde 2: Freizeit und Freiräume
Runde 3: Wo fehlt es in Heidelberg?"